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Artikel in der „taz“: Share dich zum Teufel

28 Feb

Letzte Woche hat die Berliner Zeitung „taz“ über isharegossip.com berichtet.

„Etwas Vergleichbares hat es im deutschen Internet bisher noch nicht gegeben“, sagt Margit Ricarda Rolf von der Mobbing-Zentrale in Hamburg. „Vor allem die Dreistigkeit, mit der hier vorgegangen wird, ist einmalig.“ Ins Blickfeld der Mobbingexperten geriet iShareGossip schnell: Immer wieder, beinahe täglich, tauchen Diffamierungen eindeutig identifizierbarer Personen auf, manchmal auch mit vollem Namen. Die Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main ermittelt.
(Quelle: www.taz.de, 22.02.2011)

Schön zu sehen, dass mittlerweile auch die Zeitungen und Medien dieses Thema aufnehmen. Besonders freut uns, dass auch die Staatsanwaltschaft Frankfurt gegen ISG ermittelt. Hoffen wir, dass die Mühlen da nicht so langsam mahlen, wie sonst und diese Seiten sehr bald abgeschaltet werden.

Interview mit dem Macher von isharegossip.com

28 Feb

Die oder Macher von ISG nennt sich selbst Aaron G. und bleibt lieber unerkannt. Seine Identität konnte bisher noch niemand rausfinden. Allein das macht die ganze Nummer schon sehr seltsam. Auch dass die Server mittlerweile aus den USA über Neuseeland nach Schweden umgezogen sind, macht es nur noch seltsamer. Das Journal Frankfurt hat vor ein paar Tagen ein Interview mit einem der Betreiber der Seite geführt und nachgefragt, wie er so zu dem Thema Cybermobbing stehen würde. Die Antwort war ziemlich banal und zeigt, dass sich die Leute hinter ISG nur um so mehr freuen, wenn auf der Seite die Schüler sich so richtig fertig machen. Da die Seite aber nicht mal Werbung schaltet, fragt man sich, wozu das Ganze eigentlich gut sein soll. Das nächste Facebook wird es sicher nicht.

Hier ist ein Auszug aus dem Interview. Den Rest gibt es hier.

Macht es Ihnen Spaß, eine Website zu betreiben, auf der Jugendliche am laufenden Band fertig gemacht werden?
Nicht die Seite ist schlimm. Die Nutzer machen sie zu dem, was sie ist.

Ist anonymes Mobben ein Erfolgsrezept?
Ja, das Lästern ist das Erfolgskonzept der Seite, die Leute gucken morgens, mittags, abends rein. Da geht es dann um Rache, das ist ein Kreislauf. Wenn man wüsste, wer dahintersteckt, würden die Leute das alles nie sagen. Da steckt eine gewisse Feigheit dahinter, und auch ein Machtgefühl.

Es gab schon Opfer, die sich wegen Cybermobbings umgebracht haben. Haben Sie keine Skrupel?
Natürlich haben wir Skrupel. Allerdings löschen wir Beiträge, die zu weit in die Privatsphäre gehen.

Spezialeinheit in USA kämpft gegen Cybermobbing

28 Feb
Kendra Nunes - Silicon Valley Internet-Spezialeinheit

Kendra Nunes - Silicon Valley Internet-Spezialeinheit (Quelle: http://www.ard.de)

Im Weltspiegel der ARD lief gestern abend ein sehr interessanter Bericht zum Thema Cybermobbing in den USA und wie die Behörden dagegen vorgehen.

„Als ich ein Kind war, rief mir mein Freund Billy Brown hinterher, du Rotznase. Ich bin nach Hause gerannt und habe geheult. Aber das Gute war, ich konnte weglaufen. Dem Internet-Mobbing könnt ihr nicht entkommen. Das verbreitet sich wie ein Lauffeuer.“

Ob Facebook oder MySpace – alle diese Mädchen aus dem kalifornischen San Jose posten oder twittern. Und kaum eines, das noch nicht gemobbt worden ist. Unsichtbare Verletzungen, die tödlich sein können, erklärt Ann Brownell unter Tränen.

Quelle: www.ard.de

In Amerika kennt man das Problem der Angriffe auf Mitschüler schon länger. Nun reagiert auch die Polizei und stellt Spezialeinheiten zusammen, die bei den Schülern mit Prävention versucht, gegen diese Mobbing Attacken vorzugehen.